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Sofortprogramm Cybersicherheit des BMG
29.09.2026 - Information & Internet, EDV, externe Gremien, Qualitätssicherung, Apothekenwesen

Die Stärkung der Cybersicherheit im Gesundheitswesen ist Gegenstand des Sofortprogramms Cybersicherheit des Bundesministeriums für Gesundheit, für das bis zum Jahr 2029 Finanzmittel vorgesehen sind. Das Programm soll relevante Einrichtungen dabei unterstützen, ihre IT- und Cybersicherheit gezielt zu verbessern. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen zur Erkennung und Bewältigung von Sicherheitsvorfällen, zur Datensicherung und Wiederherstellung sowie zur Stärkung organisatorischer und personeller Sicherheitsmaßnahmen.

Für große Apotheken(verbünde) relevant

Je nach Größe können dazu auch Apotheken mit mehreren Betriebsstätten zählen. Das ist der Fall, wenn sie entweder mindestens 50 Beschäftigte haben, wobei Teilzeitkräfte anteilig berücksichtigt werden, oder sowohl einen Jahresumsatz als auch eine Jahresbilanzsumme von jeweils mehr als 10 Millionen Euro aufweisen.

Assesment soll auch Förderbedarfe deutlich machen

Seit dem 28. September 2026 stellt das BMG dazu auf der Webseite Cybersicherheit im Gesundheitswesen ein kostenloses und anonym nutzbares Self-Assessment bereit. Damit können Gesundheitseinrichtungen unabhängig davon, ob sie den NIS-2-Vorgaben unterliegen, den Stand ihrer IT-Sicherheit einschätzen und konkrete Verbesserungsmaßnahmen identifizieren. Das Ministerium veranschlagt dafür etwa ein bis zwei Stunden.

„Sofort“ dauert noch ein bisschen

Welche konkreten Maßnahmen gefördert werden und welche Voraussetzungen dafür gelten, wird im weiteren Verfahren festgelegt. Um die Unterstützungs- und Förderangebote gezielt an den tatsächlichen Bedarfen der Einrichtungen ausrichten zu können, ist zunächst ein Überblick über den bestehenden Umsetzungsstand und Unterstützungsbedarf erforderlich.