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Thüringen stellt Hitzeaktionsplan vor
14.08.2026 - Information & Internet

Flimmernde Luft über dem Asphalt, Nächte, in denen die Hitze einfach nicht weicht, und Tage, an denen selbst der Schatten kaum Abkühlung bringt: Was früher die Ausnahme war, gehört in Thüringer Sommern zunehmend zum Alltag. Seit den 1990er Jahren ist die Zahl der Heißen Tage im Land von durchschnittlich vier auf mehr als acht pro Jahr gestiegen, im Rekordjahr 2018 waren es sogar über zwanzig. Die Jahresmitteltemperatur liegt heute rund 1,5 Grad über dem Wert von 1881.

Genau hier setzt die Thüringer Landesregierung an: Im Mittelpunkt steht der Hitzeaktionsplan des Freistaats, den Ministerin Schenk vorstellte und der zuvor vom Kabinett beschlossen wurde. Er bündelt die bereits bestehenden Bausteine der Hitzeanpassung in Thüringen, bringt sie in einen klaren Zusammenhang und entwickelt sie gezielt weiter. Besonders im Blick stehen dabei Menschen, für die Hitze zur echten Gesundheitsgefahr werden kann: ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, kleine Kinder und alle, die im Freien arbeiten.

Der Plan setzt auf drei Ebenen an

  • Kurzfristig geht es um Aufklärung, etwa durch Informationsmaterial für Bevölkerung, Gesundheits- und Sozialsystem.
  • Während akuter Hitzewellen sollen Frühwarnsysteme, die Verteilung von Trinkwasser an öffentlichen Orten und eine Übersicht kühler Aufenthaltsorte helfen.
  • Langfristig geht es um vorausschauende Stadtplanung, etwa durch Verschattung, Begrünung und die Reduzierung von städtischen Wärmeinseln.