Gesundheitskompetenz aufbauen 22.05.2026 - externe Gremien, Information & Internet
Projekt „Faktencheck Gesundheitswerbung“
Vom energetischen Wunderwasser bis zur Colon-Hydro-Therapie: Im Internet wird viel versprochen, was Heilung bringen soll. Doch manches davon schadet nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Gesundheit. Der von den Verbraucherzentralen organisierte „Faktencheck Gesundheitswerbung“ soll Interessierten auf vielen verschiedenen Ebenen Orientierung bieten und Tipps geben.
Das Internet ist für viele Menschen in Gesundheitsfragen eine der ersten Informationsquellen. Das Projektteam will zeigen, wie Verbraucherinnen sich besser informieren können und wie sie besser geschützt werden sollten. Denn die Suche nach Gesundheitsinformationen im Netz ist heikel. Gut Geprüftes steht hier schnell neben wirkungslosen oder teils gefährlichen Angeboten. Aus der Erfahrung der Verbraucherzentralen gehen Aufsichtsbehörden nur selten gegen wirkungslose oder gar gefährliche Angebote vor.
Deshalb bietet das Projekt „Faktencheck Gesundheitswerbung“ eine unabhängige, interaktive Informationsplattform mit dem Ziel, mehr Transparenz im Bereich der digitalen Gesundheitsinformationen zu schaffen und die Gesundheitskompetenz zu stärken.
Was nimmt das Projektteam für sich in Anspruch?
„Faktencheck Gesundheitswerbung“ will rund um irreführende oder unzulässige Gesundheits- und Produktinformationen oder Werbung im Internet aufklären. Dazu werde unlauteres Wettbewerbsverhalten im Gesundheitsbereich identifiziert und Anbieter, Hersteller und Influencerinnen bei rechtlichen Verstößen abgemahnt. Auch die Verbraucherinnen selbst können über die Plattform fragwürdige, schlechte oder gefährliche Gesundheitsinformationen melden. Dafür bietet das Projekt ein spezielles Kontaktformular, einen Instagram-Kanal und einen TikTok-Kanal an.
Zielgruppenspezifische Informationsformate
Aber auch im Bereich der Überwachung wird „Faktencheck Gesundheitswerbung“ aktiv und fordert Behörden und heilberufliche Selbstverwaltungen auf, ihren Kontrollpflichten nachzukommen und von der Politik, Lücken in der Gesetzgebung zu schließen. Ein wesentlicher Teil des Wirkens ist die Förderung der Gesundheitskompetenz, um für mehr Sicherheit bei der Suche nach digitalen Gesundheitsinformationen zu geben. Hier gibt es zum einen die Checkliste für Gesundheitsinformationen. Die gibt übrigens auch in Kurzform. Außerdem wurde für die junge Zielgruppe ein Quiz zum Thema Gesundheitswerbung entwickelt, das spielerisch damit vertraut macht, was bei der Einordnung von Gesundheitsinformationen wichtig ist.
Wer ist das Projektteam?
Das Projekt „Faktencheck Gesundheitswerbung“ der Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV).