ADAC hat Apothekenerreichbarkeit im Notdienst getestet

24.09.2021 - Apothekenwesen, externe Gremien, Information & Internet, interne Gremien, Presse

Bereits im Frühjahr hat der ADAC die ABDA darüber informiert, dass er in zehn Bundesländern stichprobenartig die Erreichbarkeit einer notdiensthabenden Apotheke in strukturschwachen Gebieten ermitteln wird: Dazu wurde für jeweils 30 zufällig ausgewählte Adressen zu drei unterschiedlichen Terminen die Entfernung (Straßenkilometer) zur nächsten notdiensthabenden Apotheke berechnet, die durch den aponet-Notdienstfinder für diesen Tag ausgewiesen wurden. Die Startadressen liegen tendenziell in kleinen Gemeinden mit hoher Pendlerquote und geringer unmittelbarer Verflechtung mit anderen Gemeinden. Thüringen wurde in den Test mit einbezogen.

Die ABDA hat uns nun darauf hingewiesen, dass der ADAC die Ergebnisse seines Tests Ende des Monats veröffentlichen wird. Wir sehen der Veröffentlichung nur mit geringer Anspannung entgegen, da wir davon ausgehen dürfen, dass sich die Regelungen der Notdienstrichtlinie bewähren werden. Selbst wenn es zu einer kritisierten Entfernung kommen sollte, können wir auf die Einhaltung klarer und transparenter Vorgaben verweisen, die sowohl die Bedürfnisse der Bevölkerung als auch die der Apotheken in der Region berücksichtigen.

Auch erhoffen wir uns einen Blick von außen auf die Wirksamkeit unserer „Abstandsregeln“. Da man den Notdienst nicht auf Entfernungsvorgaben von beliebigen Orten aus planen kann, ist unsere „Hilfskonstruktion“ der Abstand zwischen Apotheken und der nächsten dienstbereiten Apotheke. Diese spiegelt natürlich nicht die Entfernung eines Patienten zur nächsten Apotheke wider - Notfälle treten nun mal nicht nur vor Apotheken ein - aber sie sind das Maß für das Notdienstnetz der Thüringer Apotheken. Ob dieses Netz tragfähig ist, dafür werden wir einen Anhaltspunkt durch die Veröffentlichung des ADAC erhalten.

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