DPhG - Gewürze aus pharmazeutischer Sicht

23.07.2021 - Apothekenwesen, externe Gremien, Information & Internet, Presse

Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) vertritt die wissenschaftlichen Interessen der deutschen Pharmazie. Sie ist damit eine wichtige Interessensvertretung der Apothekerinnen und Apotheker. Um ihrer Stimme mehr Gewicht zu verleihen, ist es wichtig, dass wir ihre Reihen verstärken und damit für die Pharmazie als eigenständige Wissenschaft eintreten.

Um Ihnen die Entscheidung ein bisschen zu erleichtern, möchten wir Ihnen die aktuellen Hefte der „Pharmakon“ vorstellen, Sie werden sehen, sie würden etwas verpassen. Die „Pharmakon“ erscheint alle zwei Monate. In jeder Ausgabe wird ein aktuelles pharmazeutisches Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet – wissenschaftlich und praxisnah. Als DPhG-Mitglied erhalten Sie die „Pharmakon“ kostenlos und haben Zugang zu allen bisher erschienenen Ausgaben.

Pharmakon Heft 4/2021: Gewürze aus pharmazeutischer Sicht

In aktuellen Heft geht es weder um eine Arzneistoff-Gruppe noch um die Pharmakotherapie einer bestimmten Erkrankung, es sei denn, Sie zählen die Langeweile dazu. Denn wie langweilig wären viele Speisen ohne Pfeffer, Chili, Ingwer oder Zimt. Gewürze haben die Menschheit schon immer fasziniert, um einige wurden sogar Kriege geführt und manche waren für den „gewöhnlichen Menschen“ praktisch unbezahlbar.

Seit Jahrtausenden ist bekannt, dass Gewürze physiologische und auch pharmakologische Wirkungen entfalten, und die Menschheit machte sich die arzneilichen Wirkungen intensiv zunutze. Moderne phytochemische und pharmakologische Analysen haben in vielen Fällen das traditionelle Wissen um die positiven Eigenschaften von Gewürzen auf unseren Körper erhärten können. Eine genauere Betrachtung des Geruchs- und Geschmackssinns hilft uns zu verstehen, warum das so ist.

Die neuesten Erkenntnisse zu den verdauungsfördernden Wirkungen von Gewürzen werden in einem separaten Artikel zusammengefasst. Zahlreiche Gewürz-Inhaltsstoffe weisen eine beträchtliche antimikrobielle Aktivität auf, die zum einen zur Lebensmittelkonservierung beiträgt, zum anderen aber auch bei Infektionen z. B. der Atem- oder Harnwege therapeutisch genutzt werden kann.

Drei Gewürze – Chili, Ingwer und Zimt –, über die oft auch in der Laienpresse berichtet wird, werden hinsichtlich der Evidenz ihres medizinischen Einsatzes näher beleuchtet: Capsaicin ist in der lokalen Schmerztherapie mittlerweile gut etabliert und Ingwer ist ein probates Mittel gegen Übelkeit. Die antidiabetische Wirkung von Zimt, auf die es Hinweise gibt, muss hingegen noch intensiver beforscht werden.

Sie sehen, das Programm ist vielfältig und dabei haben wir an dieser Stelle schon erheblich gekürzt. Zugegeben, diese „Pharmakon“ ist passend zur Urlaubszeit etwas exotisch und lädt Sie im weiteren Sinne auf eine Reise ein. Wenn Sie es etwas praktischer lieben, dann dürfen Sie sich auf die vielen anderen Ausgaben freuen, auf die Sie als DPhG-Mitglied Zugriff bekommen. Wir stellen Ihnen in loser Folge noch ein paar mehr vor. Sie dürfen gespannt bleiben, denn Pharmazie ist immer spannend. Sogar beim Essen.

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