Arbeitsmarkt- und Bedarfsanalyse 2019

01.07.2021 - Apothekenwesen, externe Gremien, Information & Internet, Ausbildung, Presse

Die ABDA hat eine Arbeitsmarkt- und Bedarfsanalyse 2019 für Apotheker und Apothekerinnen sowie Apothekenberufe erstellt. Dieser Analyse liegt eine umfangreiche Betrachtung der Nachwuchssituation, der Entwicklung in den einzelnen Tätigkeitsbereichen von Apothekern sowie die Auswertung der Altersstruktur von berufstätigen Apothekern zu Grunde.

Die Analyse hat u. a. ergeben, dass in den nächsten Jahren mit einem hohen Bedarf an Apothekern in allen Tätigkeitsbereichen zu rechnen ist. Voraussichtlich werden nicht genügend Apotheker ausgebildet, um den Bedarf zu decken, d.h., der Nachwuchsmangel wird sich verstärken. Bereits seit Jahren wird der Apothekerberuf im Rahmen der Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit als Mangelberuf ausgewiesen. Ein besonderes Handlungsfeld betrifft dabei die Apothekeninhaber. Ein großer Teil der Apothekeninhaber steht kurz vor dem Ruhestand, nach Angaben der ABDA waren zum 31.12.2019 44% der Apothekenleiterinnen und-leiter 56 Jahre alt oder älter. Das bedeutet fast die Hälfte der selbstständigen Apothekenleitungen wird bis Ende 2029 eine Nachfolgeregelung finden müssen. Die Bereitschaft, eine Apotheke zu leiten, hat in den letzten Jahren jedoch deutlich abgenommen, so dass die Bedingungen, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu finden, schwierig werden.

Es ist daher unbedingt erforderlich, Maßnahmen für die Nachwuchsgewinnung und Nachwuchsförderung zu ergreifen bzw. fortzuführen, um der sich abzeichnenden Mangelsituation etwas entgegensetzen zu können. Wichtigstes Ziel der LAKT ist seit Jahren der Neubau des Instituts für Pharmazie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

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