Paul-Ehrlich-Institut weiter in SARS-CoV-2-Impfstoffentwicklung engagiert

21.05.2021 - externe Gremien, Information & Internet, Pandemie, Presse

Um die aktuelle SARS-CoV-2-Pandemie zu stoppen, werden Impfstoffe mit hoher Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit benötigt. Wie das Paul-Ehrlich-Institut berichtet, haben eigene Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München im Labor einen neuartigen Vektorimpfstoff auf Basis des Vesikulären Stomatitisvirus (VSV) mit nur einem Teil des Spikeproteins als Antigen konzipiert und dessen Eigenschaften an Mäusen erprobt.

Die Forscher haben einen Vektorimpfstoff auf der Grundlage des Vesikulären Stomatitisvirus (VSV) konstruiert, der nicht vermehrungsfähig ist und keine Erkrankung auslösen kann. Als Antigen dient ein chimäres „Minispike“, bestehend aus der Rezeptorbindungsdomäne (RBD) des SARS-CoV-2 Spikeproteins (Spike-RBD), die mithilfe einer vom Tollwutvirus abgeleiteten Sequenz in Membranhüllen eingebaut wird. Das Tollwutvirus gehört zu den Rhabdoviren. Dies erlaubt den gleichzeitigen Einbau des optimierten Antigens auf der Zelloberfläche der Zielzellen des Impfstoffs und auch in die Hülle von sekretierten nicht infektiösen virusähnlichen Partikeln, die das Immunsystem zusätzlich zur Herstellung von Antikörpern gegen die Spike-RBD anregen – ein kombinierter „2-in-1“-Ansatz. Damit konnte die Hypothese untersucht werden, dass mit einer solchen verbesserten Antigenpräsentation es nicht notwendig sei, sich ausbreitende Vektorimpfstoffe oder das vollständige Spikeprotein-Antigen zu verwenden.

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