Fachsprachenprüfungen in Thüringen

25.01.2021 - Ausbildung

In Thüringen ist die Landesapothekerkammer seit dem 1. Juli 2018 für die Durchführung der Fachsprachenprüfung für Apotheker, die ihre Apothekerausbildung außerhalb Deutschlands abgeschlossen haben und apothekerlich tätig werden wollen, zuständig. Seitdem haben insgesamt 33 Prüfungen stattgefunden, im vergangenen Jahr 2020 waren es 12 Prüfungen an drei Tagen. Von allen Prüfungskandidaten schafften 52 Prozent die Prüfung im ersten Anlauf.

Der Blick auf die weitere Statistik zeigt: Von den 12 Prüfungskandidaten im Jahr 2020 kamen neun Apotheker aus Syrien, ein Apotheker aus Lybien, eine Apothekerin aus Russland und eine weitere Apothekerin aus Nordmazedonien.

Inhaltlich basieren die Prüfungen auf einem von der BAK erarbeiteten Leitfaden, der bei Bedarf natürlich auch immer wieder aktualisiert wird. Nachdem der Prüfling über den Ablauf der dreiteiligen Prüfung aufgeklärt wurde, erhält er eine Fachinformation und ein Fallbeispiel und soll dazu mit einem simulierten Patienten ein Beratungsgespräch führen. Auch Gespräche mit Ärzten oder Kollegen sind Teil der circa einstündigen Prüfung. Dabei geht es rein um die sprachlichen Fähigkeiten, orientierend am Sprachniveau C1 (Fachkundige Sprachkenntnisse). Unerheblich für das Prüfungsergebnis ist, inwiefern die Beratung pharmazeutisch korrekt ist – hierzu gibt es die Kenntnisprüfung. Nichtsdestotrotz werden diese Fehler natürlich auch im Rahmen der Nachbesprechung erörtert.

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