Ein Mehr an Sicherheit - Liefersituation bei FFP2-Masken angespannt

15.12.2020 - Information & Internet, Presse, Pandemie

Am 15. Dezember ist nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit die Corona-Schutzmasken-Verordnung in Kraft getreten. Damit haben ca. 27 Millionen Berechtigte Anspruch auf insgesamt 15 sogenannte FFP2-Masken, deren Kosten im Wesentlichen vom Staat getragen werden. FFP2-Masken haben den Vorteil, dass sie anders als OP-Masken oder selbst gefertigte Mund-Nase-Bedeckungen auch für den Träger selbst einen gewissen Schutz bieten.

„Die Abgabe von FFP2-Masken an Senioren und chronisch Kranke trägt dazu bei, dass diese besser geschützt werden. Und das ist eine gute Nachricht“, weiß der Präsident der Landesapothekerkammer Thüringen, Ronald Schreiber. „Für die Thüringer Apotheken ist es ein ganz besonderer Kraftakt diese Masken zu verteilen. Immerhin werden in den verbleibenden Tagen bis Weihnachten etwa eine Dreiviertel-Millionen Thüringer schnell und unbürokratisch ihre drei Masken abholen wollen.“

Anders als vielfach dargestellt, werden die Masken nicht von einer staatlichen Stelle an die Apotheken strukturiert und planvoll verteilt, sondern müssen von den Apotheken auf dem freien Markt selbst eingekauft werden. „Da nun praktisch alle Apotheken gleichzeitig tausende Masken bestellen, werden die logistischen Kapazitäten so kurz vor Weihnachten noch einmal voll ausgereizt. Lieferschwierigkeiten und Versorgungsengpässe können punktuell in Stoßzeiten nicht immer ausgeschlossen werden.“ so Stefan Fink, Vorsitzender des Thüringer Apothekerverbandes. Die Bürgerinnen und Bürger bittet Fink: „Haben Sie Geduld! Bis zum 6. Januar ist Zeit, die ersten drei Masken abzuholen. Die Liefersituation wird eher besser werden, das heißt in den Wochen vor und nach Weihnachten werden Sie sicher Ihre Masken bekommen.“

Nicht zuletzt deswegen appellieren die Apothekerinnen und Apotheker im Freistaat auch an das Verantwortungsbewusstsein aller Thüringerinnen und Thüringer. „Bitte achten Sie jetzt besonders auf Ihre Gesundheit. Gerade für die Risikogruppe gilt es, Menschenansammlungen zu vermeiden – auch solche, die vor Apotheken entstehen können. Und bitte zeigen Sie sich solidarisch und holen Sie wirklich nur einmal Ihre drei Masken in Ihrer Apotheke. Jetzt können wir zeigen, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt wirklich von uns gelebt wird.“

zurück zur Übersicht