Informationen zu nicht-konformen oder unsicheren Schutzmasken

30.10.2020 - Pandemie, Apothekenwesen, Information & Internet

Im Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen möchten einige Kunden von den gewohnten Alltagsmasken auf FFP-2-Masken umsteigen. Diese partikelfiltrierenden Halbmasken bieten neben dem Fremdschutz auch einen gewissen Eigenschutz für den Träger.

Zu Beginn der Pandemie war der Bedarf an medizinischen Gesichtsmasken sowie partikelfiltrierende Halbmasken immens. Um die teilweise schon eingetretenen Versorgungsengpässe abzumildern, wurden Wege geschaffen, um den Herstellern beispielsweise durch eine Sonderzulassung, das Inverkehrbringen von Masken zu erleichtern. Aber es gibt, wie in jeder Krisensituation, auch schwarze Schafe, die sich durch die fehlerhafte Produktion oder Deklaration der Masken bereichern wollen. Auch aktuell befinden sich noch falsch deklarierte oder gekennzeichnete, nicht geprüfte oder nicht zertifizierte Produkte auf dem Markt. Vorsicht beim Kauf, aber auch beim Verkauf von „Masken“ ist also geboten.

Nur ein Körnchen Wahrheit
Eine gängige Variante Produkte mit zweifelhaften Qualitäten zu bewerben, ist das Körnchen Wahrheit, das zum Gedanken führt, da muss doch etwas dran sein. So werden bestimmte Zusätze in Masken, wie beispielsweise Nanosilber, als wirksam gegen Corona-Viren beworben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät dazu, auf den Einsatz von nanoskaligem Silber „in verbrauchernahen Produkten” solange zu verzichten, bis die Datenlage eine „abschließende Bewertung der mit der Exposition des Verbrauchers verbundenen gesundheitlichen Risiken” erlaube.

Um sicher zu gehen, dass Kunden bei Ihnen nur getestete, zertifizierte und mit einem gültigen CE-Kennzeichen versehene partikelfiltrierenden Halbmasken erwerben können, bietet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in ihren „Antworten zur Verwendung von Schutzmasken und weiterer Schutzausrüstung“ eine gute Hilfestellung. Dort finden Sie eine Übersicht über behördliche Meldungen zu Masken, die nicht konform bzw. unsicher sind.

Zertifikatsdatenbank
Der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) pflegt eine Datenbank, in der aktuell gültige Zertifikate der Prüf- und Zertifizierungsstellen im DGUV Test dokumentiert werden. Hier können Sie recherchieren, ob ein Produkt tatsächlich normgerecht geprüft und verordnungskonform von einer DGUV Test Prüf- und Zertifizierungsstelle zertifiziert wurde.

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