Bundesweite Antikörper-Studie „Leben in Deutschland - Corona-Monitoring“ startet

02.10.2020 - externe Gremien, Presse, Pandemie, Information & Internet

Wie viele Menschen haben bereits eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durchgemacht? Wie hoch ist die Dunkelziffer, also die Zahl der unentdeckt gebliebenen Infektionen? Welche Menschen sind häufiger von einer Infektion betroffen? Das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Robert Koch-Institut (RKI) untersuchen diese Fragen im Rahmen der bundesweiten Studie „Leben in Deutschland – Corona-Monitoring“. Die Studie, für die 34.000 Erwachsene zur Teilnahme aufgefordert wurden, startet Anfang Oktober und wird bis voraussichtlich Ende Dezember 2020 Proben und Forschungsdaten erheben. Damit werden erstmals aussagekräftige Ergebnisse zum Antikörperstatus für ganz Deutschland vorliegen.

Das Studienprogramm beinhaltet einen Mund-Nase-Abstrich und die Entnahme einer kleinen Menge Blut aus dem Finger. Die Teilnehmenden erhalten dazu per Post entsprechende Testmaterialien. In den RKI-Laboren werden akute Infektionen (über die Mund-Nase-Abstriche) sowie vorhandene Antikörper gegen SARS-CoV-2 (Blutprobe) nachgewiesen. Ein Fragebogen – unter anderem zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen und Gesundheitsverhalten – erlaubt weitere wichtige Erkenntnisse zu den Forschungsfragen.

Die Teilnahme an der Studie „Leben in Deutschland – Corona-Monitoring“ ist freiwillig. Aus wissenschaftlichen Gründen können jedoch ausschließlich Personen mitwirken, die persönlich zur Studie eingeladen werden.

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