Schutz vor Covid-19 im Slum – unmöglich

03.07.2020 - Information & Internet, externe Gremien, Pandemie, Presse

Apotheker ohne Grenzen berichtet von dem Einsatz in Argentinien, der an seine Grenzen kommt und dringend auf Unterstützung angewiesen ist. Zwar hat die argentinische Regierung sehr schnell sehr umfassende Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Virusverbreitung ergriffen, aber die haben ihre Grenzen. Wirtschaftliche, finanzielle und eben auch sozial-gesellschaftliche.

Das argentinische Gesundheitssystem konnte sich nicht auf die Corona-Epidemie vorbereiten, denn Argentinien ist pleite. Der Staat hat kein Geld. Die Provinz Buenos Aires verfügt lediglich über 800 Intensivbetten für 17 Millionen Menschen! Die Sorge vor der Ausbreitung des Virus in den Slums ist riesig. Denn viele der dichtgedrängt lebenden Menschen leiden wegen der miserablen Lebensbedingungen unter Vorerkrankungen. Und die Isolation und Betreuung von Coronavirus-Erkrankten sind im Slum nicht möglich. Nicht nur Intensivbetten und Beatmungsgeräte müssen beschafft werden, sondern auch Sporthallen und leerstehende Gebäude müssen für die Unterbringung der Erkrankten mit Feldbetten ausgestattet werden.

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