Nahrungsergänzungsmittel im Fokus

14.05.2020 - Information & Internet, externe Gremien, Apothekenwesen
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert eine bessere Regulierung von Nahrungsergänzungsmitteln. Bisher gebe es für solche Präparate keine Zulassungspflicht und keine gesetzlichen Höchstmengen für Vitamine oder Mineralien, heißt es in dem Antrag der Bundestagsfraktion. Da die Dosierung häufig den Tagesbedarf um ein Vielfaches überschreite und dies zu gesundheitlichen Schäden führen könne, sei eine Schärfung der gesetzlichen Bestimmungen nötig.

Dazu wollen die Abgeordneten nationale Höchstmengen für den Vitamin- und Mineralzusatz festlegen. Als Grundlage sollen die bereits bestehenden Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung genutzt werden. Eine rechtlich verbindliche Positivliste soll alle Zusatzstoffe erfassen, definieren und über deren Sicherheit Auskunft geben. Eine Meldestelle für Neben- und Wechselwirkungen von Nahrungsergänzungsmittel müsse den Markt systematisch überwachen und Beschwerden von Verbrauchern aufnehmen.

Zudem soll die Bundesregierung auf europäischer Ebene für einheitliche Regelungen werben, wie einer gemeinsamen Positivliste und gleichen Höchstmengen. Auch eine europaweite, staatliche Zulassungspflicht für Nahrungsergänzungsmittel soll angestrebt werden.

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