Omega-3-Fettsäuren: Wichtig – aber in Maßen 10.04.2026 - Information & Internet, Apothekenwesen, externe Gremien
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sich zur Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren positioniert und die entsprechenden FAQ aktualisiert. Sie gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die bekanntesten Vertreter sind Alpha-(α)-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). ALA kann vom Menschen nicht selbst gebildet werden, sondern muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Sie kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie Walnüssen, Sojabohnen, Raps und Leinsamen sowie daraus hergestellten Ölen vor.
Darüber hinaus werden DHA und EPA aber auch in Form von Präparaten mit Fischöl, marinen Mikroalgenölen oder hochgereinigten Fettsäureethylestern im Handel zur Nahrungsergänzung angeboten. Die Dosierungen sind dabei zum Teil ähnlich hoch wie die von Arzneimitteln. Die Einnahme dieser Präparate hält das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bei gesunden Menschen für nicht nötig, insbesondere, wenn sie regelmäßig Fisch verzehren. Bei Menschen mit Herzerkrankungen – oder mit entsprechenden Risikofaktoren dafür – kann die Einnahme in hohen Dosen sogar gesundheitliche Risiken bergen. Menschen mit Herzerkrankungen oder entsprechenden Risikofaktoren sollten Omega-3-Fettsäure-haltige Präparate daher nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen.