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Apotheker ohne Grenzen Thüringen: Engagement für Gesundheit als Menschenrecht
15.06.2026 - externe Gremien

„Gesundheit ist ein Menschenrecht“ – diesem Leitgedanken folgt die humanitäre Hilfsorganisation Apotheker ohne Grenzen e. V. seit vielen Jahren. Neben internationalen Hilfsprojekten engagiert sich der Verein auch in Deutschland und unterstützt Menschen, die von gesundheitlicher und pharmazeutischer Versorgung ausgeschlossen oder benachteiligt sind. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Regionalgruppen. Sie informieren über die Arbeit von Apotheker ohne Grenzen, sammeln Spenden und initiieren eigene lokale Projekte. So unterstützte beispielsweise die Regionalgruppe Münster während der Corona-Pandemie die Obdachlosenhilfe durch die Bereitstellung und Verteilung von Hygienetüten.

Junge Regionalgruppe mit viel Engagement

Im Januar 2025 wurde die Regionalgruppe Thüringen gegründet – zunächst ausschließlich von Pharmaziestudierenden. Trotz ihres jungen Bestehens kann die Gruppe bereits auf mehrere erfolgreiche Aktivitäten zurückblicken. „Wir wollten von Anfang an zeigen, dass pharmazeutisches Engagement weit über die Grenzen von Apotheke und Universität hinausreichen kann“, berichtet Martina Koch von der Regionalgruppe Thüringen.

Im Rahmen der Studieneinführungstage an der Friedrich-Schiller-Universität Jena stellte sich die Gruppe den neuen Pharmaziestudierenden vor und informierte über Möglichkeiten des sozialen und humanitären Engagements. Auf dem Jenaer Weihnachtsmarkt kamen die Mitglieder mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Dabei ging es sowohl um Herausforderungen der Arzneimittelversorgung in Krisenregionen als auch um Versorgungslücken in Deutschland. Gleichzeitig konnten Spenden für die Projekte von Apotheker ohne Grenzen gesammelt werden. „Besonders gefreut hat uns das große Interesse der Menschen. Viele waren überrascht, wie vielfältig die Aufgaben von Apothekerinnen und Apothekern im humanitären Bereich sein können“, sagt Koch.

Blick über den pharmazeutischen Tellerrand

Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme am „Tag der Pharmazie“. Am Stand „Soziales Engagement“ diskutierten die Mitglieder mit Schülerinnen und Schülern über Fragen, die weit über das Studium hinausgehen: Was bedeutet pharmazeutische und humanitäre Hilfe? Wie können Gesundheitssysteme voneinander lernen? Und wie werden Apothekerinnen und Apotheker auf internationale Einsätze vorbereitet? „Wir haben dort viele junge Menschen getroffen, die sich nicht nur für das Studium interessieren, sondern auch dafür, wie sie später gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können“, so Koch. „Dieses Interesse macht uns Mut für die Zukunft.“

Verstärkung gesucht

Trotz der erfolgreichen Aufbauarbeit steht die Regionalgruppe Thüringen noch am Anfang ihrer Entwicklung. Um weitere Projekte umsetzen zu können, werden insbesondere approbierte Apothekerinnen und Apotheker sowie Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA) gesucht. „Wir freuen uns über jede Unterstützung – sei es durch fachliche Erfahrung, neue Ideen oder die Bereitschaft, sich aktiv einzubringen“, betont Martina Koch. „Gemeinsam können wir viel bewegen, sowohl in Thüringen als auch darüber hinaus.“ Die Regionalgruppe trifft sich regelmäßig am ersten Montag eines Monats zu digitalen Meetings. Interessierte sind herzlich eingeladen, unverbindlich Kontakt aufzunehmen und die Arbeit der Gruppe kennenzulernen. Über die E-Mailadresse regionalgruppe.thueringen.aog@web.de ist dies einfach möglich. Für Martina Koch steht dabei vor allem eines im Mittelpunkt: „Humanitäre Hilfe beginnt oft im Kleinen. Jeder Beitrag zählt – und gemeinsam können wir dazu beitragen, dass mehr Menschen Zugang zu einer verlässlichen pharmazeutischen Versorgung erhalten.“