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Neue Auflage der digitalen kommunalen Hitze Toolbox Thüringens
10.04.2026 - Information & Internet, externe Gremien, Apothekenwesen, Arzneimittelinformation, Weiterbildung

Vorsorge Hitzeschutz: Thüringens Gemeinden und Städte besser vorbereiten

Zum stärkeren Schutz vor Hitze haben die Thüringer Ministerien für Umwelt und Gesundheit ihr digitales Informationsangebot für Kommunen überarbeitet. Die 2. Auflage der digitalen Hitze‑Toolbox richtet sich an Gemeinden und Städte und bündelt auf rund 100 Seiten konkrete Optionen zum Hitzeschutz.

Gesundheitsministerin Katharina Schenk sieht in der kommunalen Hitze‑Toolbox ein praktisches Instrument: „Der Klimawandel stellt eine akute Bedrohung für die Gesundheit der Menschen dar – und das nicht erst in der Zukunft, sondern bereits heute. Die steigenden Temperaturen und häufigeren Hitzewellen gefährden besonders die vulnerablen Gruppen unserer Gesellschaft: ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen, die unter extremen Bedingungen arbeiten müssen. Mit der kommunalen Hitze‑Toolbox bieten wir den Kommunen in Thüringen ein praktisches Instrument, das konkret dabei hilft, hitzebedingte Gesundheitsrisiken zu mindern und die Widerstandsfähigkeit bzw. Resilienz der Bevölkerung zu stärken.

Apotheken als mögliche Kooperationspartner

Die Toolbox informiert über den Zusammenhang von Hitze und Gesundheit, insbesondere bei gefährdeten Gruppen wie Kindern, Senioren oder chronisch Erkrankten, und zeigt Wege der Finanzierung auf. Als Maßnahmen werden u. a. vorgeschlagen: Weiterleitung von Hitzewarnungen an Bürgerinnen und Bürger, Verschattung an Gebäuden und im öffentlichen Raum, Berücksichtigung von Hitze in Bauprojekten (z. B. Kitas, Schulen, Pflegeheimen, Sportstätten) sowie das Bereitstellen von Trinkwasser im öffentlichen Raum.

Positionieren Sie sich - Kontakt zur kommunalen Verwaltung

Den Kommunen steht damit ein flexibles und schnelles Instrument zur Verfügung. Verantwortliche können unmittelbar starten – jede Maßnahme zählt. Viele Städte und Gemeinden befassen sich seit einigen Jahren verstärkt mit Klimaanpassung, unterstützt durch den kommunalen Klimapakt des Umweltministeriums, der für dieses und das kommende Jahr je 30 Millionen Euro umfasst. Damit sind Maßnahmen sowohl für Klimaschutz als auch für Klimaanpassung im Sinne der Toolbox möglich. Die Apotheken werden dabei als Kooperationspartner für die Bereitstellung von Trinkwasser und von kühlen und verschatteten Räumen. Auch als Anlauf- und Weiterleitungsstelle für kurzfristige Informationen aus der Verwaltung.