• Kontrast
  • Schrift verkleinern
  • Schrift vergrößern
Menu

RKI sieht geringe Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung
10.04.2026 - Information & Internet, externe Gremien

Neue RKI-Panel-Daten im Journal of Health Monitoring

81 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben nach einer Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts eine geringe Gesundheitskompetenz. Bei den Erwachsenen mit dem höchsten Bildungsstand ist die Gesundheitskompetenz am höchsten. Das sind zentrale Ergebnisse einer Auswertung von Panel-Daten, die RKI-Forschende im aktuellen Journal of Health Monitoring veröffentlicht haben. Die Schätzung der allgemeinen Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland basiert auf Daten der Jahreserhebung 2024 des Panels „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts (RKI-Panel 2024). Für die Analysen wurden Daten von 26.817 Befragten verwendet.

Strukturen sind maßgeblich

Allgemeine Gesundheitskompetenz umfasst danach themen- und kontextübergreifende Fähigkeiten, Motivation und Wissen im Umgang mit Gesundheitsinformationen. Geringe Gesundheitskompetenz ist mit höheren Versorgungsbedarfen und ungünstigen Gesundheitsverhalten assoziiert. Die Schlussfolgerung der Forschenden in ihrem Beitrag: „Die Ergebnisse weisen auf erheblichen Handlungsbedarf zur Förderung von Gesundheitskompetenz hin. Diese sollte nicht primär an individuellen Fähigkeiten ansetzen, sondern Angebote und Strukturen sollten so gestaltet werden, dass gesundheitskompetentes Handeln ermöglicht wird“.

Ein Plädoyer für unabhängige und gut erreichbare Institutionen

Auch wenn das Robert-Koch-Institut die Apotheken nicht erwähnt, sind diese im Grunde doch genau die Strukturen, von denen hier die Rede ist. Ihre – unsere Aufgabe ist es, Patientinnen und Patienten durch die konkrete Beratung zu Arzneimitteln in die Lage zu versetzen, diese kompetent anzuwenden und den eigenen Gesundheitszustand einschätzen zu können.