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Tag der Pharmazie im Zeichen des Protesttages
20.03.2026 - Information & Internet, Presse, Ausbildung, Arzneimittelinformation, Apothekenwesen, externe Gremien

Mit etwas „Glück“ schaffen es die Thüringer Apothekerinnen und Apotheker in der kommenden Woche gleich zweimal in die Schlagzeilen. Am Montag, den 23. März haben die Apothekerverbände zum bundesweiten Protest aufgerufen, um die unverändert unzureichende Finanzierung der Arzneimittelversorgung durch öffentliche Apotheken im Bewusstsein der politischen Entscheider und vor allem der Öffentlichkeit zu halten. Eine sichere Arzneimittelversorgung braucht heute Wertschätzung und eine verlässliche Basis und ein tragfähiges Zukunftskonzept, das das Patientenwohl in den Mittelpunkt stellt.

Spannungsfeld zwischen Berufung und Gestaltungsmöglichkeiten

Am 25. März wiederum laden die Apothekerinnen und Apotheker Thüringens bereits zum sechsten Mal zum Tag der Pharmazie an die Friedrich-Schiller-Universität in Jena ein. „Natürlich sind wir nicht glücklich, über diese Terminkonstellation“, sagt Apothekerin Andrea Kern, Vorstandsmitglied der Landesapothekerkammer Thüringen. „Aber im Grunde spiegelt diese Woche das Spannungsfeld wider, in dem unser Berufsstand und die Gesundheitsversorgung schon seit Jahren steht. Es gibt keine schönere Aufgabe, als Menschen in gesundheitlichen Schwierigkeiten wirksam helfen zu können. Auf der anderen Seite geht das aber natürlich nur, wenn man von dieser Arbeit auch leben und vor allem sein Leben gestalten kann.“

Lebenskonzepte mit Zukunft

Dafür ist ein Pharmaziestudium im Grunde die ideale Voraussetzung. Pharmazie ist die beste Mischung aus den Naturwissenschaften, besonders Chemie und Biologie bilden sozusagen die Grundlage, aber auch Physikbegeisterte können sich in der pharmazeutischen Technologie verwirklichen. „Das Pharmaziestudium öffnet viele Türen. Menschen mit einer stark ausgeprägten sozialen Ader finden ihren Job in den öffentlichen und Krankenhausapotheken, denn dort können sie direkt Menschen in Not zur Seite stehen. Als selbstständige Apothekerleiterin können gerade Frauen ihren Traumberuf finden, denen Selbstbestimmung und eigene Wege wichtig sind. Und für Tüftler und Neugierige bildet das vierjährige Studium das perfekte Sprungbrett in die Arzneimittelforschung und -entwicklung,“ beschreibt Kern die Vielfalt des Pharmaziestudiums.

Natürlich verbindet man in der Öffentlichkeit den Apothekerberuf in erster Linie mit der Apotheke, aber das ist bei weitem nicht alles. „Wenn sich heute junge Menschen für das Pharmaziestudium entscheiden, stehen ihnen viele Wege offen.“, weiß die Apothekerin. Und davon können sich alle ein Bild machen: Beim Tag der Pharmazie am 25. März am Campus der Friedrich-Schiller-Universität am Ernst Abbe-Platz in Jena.