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Internationaler Frauentag: Frauen sichern die Arzneimittelversorgung in Thüringen
06.03.2026 - Presse

Wenn nachts dringend ein Medikament benötigt wird, hat ganz in der Nähe eine Apotheke Notdienst. Dass diese Versorgung rund um die Uhr funktioniert, ist für viele selbstverständlich. Tatsächlich wird sie zu einem großen Teil von Frauen getragen.

In Thüringen sind rund drei Viertel der Apothekerinnen und Apotheker sowie etwa 95 Prozent der Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und Assistenten weiblich. Sie beraten Patientinnen und Patienten, erklären die richtige Anwendung von Arzneimitteln und sind häufig die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen.

Viele Menschen kommen zuerst in die Apotheke, wenn sie gesundheitliche Beschwerden haben. Diese Beratung und Betreuung wird in Thüringen ganz überwiegend von Frauen geleistet“, erklärt LAKT-Vorstandsmitglied Andrea Kern anlässlich des Internationalen Frauentags.

Für viele Frauen endet der Arbeitstag damit jedoch nicht. Neben der Arbeit in der Apotheke warten zuhause Familie, Kinder oder Angehörige. Gleichzeitig müssen Dienstpläne organisiert, Notdienste besetzt und Fortbildungen absolviert werden – häufig unter den Bedingungen eines anhaltenden Fachkräftemangels.

Der Internationale Frauentag erinnert daran, dass Frauen lange um ihren Platz in vielen Berufen kämpfen mussten. Zwar durften Frauen in Deutschland bereits ab 1899 Pharmazie studieren, tatsächlich begann das Studium für Frauen erst wenige Jahre später, etwa ab 1904. Heute prägen Frauen den Beruf maßgeblich.

Frauen tragen heute einen großen Teil unserer Gesundheitsversorgung. Ohne ihr Engagement würde die wohnortnahe Arzneimittelversorgung vielerorts nicht funktionieren“, so Apothekerin Kern.

Auch in Führungspositionen sind Frauen zunehmend präsent. In Thüringen werden bereits 63 Prozent der Apotheken von Frauen geführt. Der Schritt in die Selbstständigkeit bringt jedoch besondere organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen mit sich, vor allem wenn unternehmerische Verantwortung mit familiären Verpflichtungen vereinbart werden muss.

Eine eigene Apotheke zu führen, bedeutet Verantwortung für Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten und die Versorgung vor Ort. Wir möchten Apothekerinnen ermutigen und unterstützen, diesen Schritt zu gehen“, betont Andrea Kern. Deshalb sollen Angebote rund um Führung, Unternehmertum und Selbstständigkeit weiter ausgebaut werden, um insbesondere Frauen zu stärken, die Leitungspositionen übernehmen möchten. Denn sie sind ein zentraler Pfeiler der Arzneimittelversorgung in Thüringen.