• Kontrast
  • Schrift verkleinern
  • Schrift vergrößern
Menu

Deutsches Vergiftungsregister (DVR) geht an den Start
03.02.2026 - Information & Internet, externe Gremien, Apothekenwesen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nimmt das Deutsche Vergiftungsregister (DVR) offiziell in Betrieb. Mit der bundesweiten Erfassung und Auswertung von Vergiftungsfällen entsteht erstmals eine zentrale Datenbasis, die Gesundheitsrisiken früher erkennen und Gegenmaßnahmen schneller einleiten lässt.

Vervielfachte Fallzahlen verfügbar

Ziel des Registers ist es, Vergiftungsgefahren systematisch zu erfassen, Trends sichtbar zu machen und dadurch Leben zu retten. Es umfasst eine zentrale Datenbank, in der die Vergiftungsmeldungen aus den sieben Giftinformationszentren (GIZ), den Unfallversicherungsträgern und die ärztlichen Mitteilungen zusammenfließen werden. Derzeit werden dem BfR etwa 8.000 Vergiftungsfälle pro Jahr gemeldet, vorwiegend von Unfallversicherungsträgern. In den GIZ werden jährlich etwa 200.000 Fälle mit Relevanz für das DVR erfasst. Mit der Etablierung des zentralen Informationssystems wird gewährleistet, dass bundesweit vergleichbare und wissenschaftlich belastbare Informationen für Auswertungen zur Verfügung stehen werden.

Perspektive Frühwarnsystem

Mit dem DVR kann das BfR Häufungen bestimmter Vergiftungen frühzeitig erkennen, schnellere Bewertungen von Gesundheitsgefahren vornehmen, zielgerichtete Empfehlungen herausgeben und die Forschung zu toxikologischen Risiken unterstützen. Perspektivisch entsteht mit dem DVR die Grundlage für ein bundesweites Vergiftungs-Frühwarnsystem.