Ärztliche Fachgesellschaften fordern Normalisierung des Schulbetriebes

22.05.2020 - externe Gremien, Pandemie, Information & Internet
„Kinder und Jugendliche in der CoVid-19-Pandemie: Schulen und Kitas sollen wieder geöffnet werden. Der Schutz von Lehrern, Erziehern, Betreuern und Eltern und die allgemeinen Hygieneregeln stehen dem nicht entgegen.“ So heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI), der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ), der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) und des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland (bvkj e.V.), die am 19. Mai veröffentlicht wurde.

Die Fachgesellschaften vertreten die Auffassung, dass die Wiederöffnungen Kindertagesstätten und Grundschulen möglich sind ohne, dass auf Seiten der Kinder massive Einschränkungen nötig wären, zu denen die Autoren auch Kleinstgruppenbildung und Barriereschutzmaßnahmen wie Abstandswahrung und Maskentragen zählen. Wichtiger als die individuelle Gruppengröße, sei, dass die Gruppen untereinander möglichst nicht durchmischt würden, wie dies z.B. in Hofpausen der Fall wäre. Auch zeigen sich die Fachgesellschaften überzeugt, dass eine kindgerechte Unterweisung in die Grundregeln der Hygiene wie Händewaschen und achtsames Hygieneverhalten im Umgang miteinander, beim Essen und in den Sanitäreinrichtungen und die dazu erforderliche angemessene Ausstattung aller Schultoiletten und Händewaschplätze mit Seifenspendern und Papierhandtüchern langfristig erhebliche positive Auswirkungen auf die Ausbreitung vieler anderer kontagiöser Erreger in solchen Einrichtungen hätten.

Auch bei Schülern in den weiterführenden Schulen sehen die Fachgesellschaften einen größeren Spielraum zur schnelleren Normalisierung. Voraussetzung dafür sei eine weitgehende Abstandswahrung (1,5 m), das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (solange die Schüler nicht an dem ihnen zugewiesenen Platz sitzen) und die konsequente Erziehung in den Grundregeln der Infektionsprävention.

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